Travestie für Fortgeschrittene

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Travestie für Fortgeschrittene, eine dreiteilige Ausstellungsreihe, wurde im europäischen und internationalen Kontext von Inklusion/Exklusion, von Zuwanderungsdebatten, Übergriffen gegen Frauen, Migrant_Innen und Homosexuelle konzipiert. Es setzt sich mit (hetero)normativen Handlungsformen und Diskursen von Mehrheit und Minderheit auseinander, mit dem Ziel, festgefahrene gesellschaftliche Denkbilder zu dynamisieren. Der Zusammenhang zwischen Subjekt, Macht und Geschlecht wird von unterschiedlichen Seiten betrachtet.

Indem das Projekt die Funktionsweise der Kunstinstitution im Vergleich mit sozialen und Mainstream-Medien reflektiert, geht es folgenden Fragen nach: Welche Informationen sind meinungsbildend, in welcher Frequenz und auf welchem Wege erreichen sie Menschen, in welcher Form werden sie verarbeitet? Kann sich die Institution öffnen und auch diejenige Haltung nachvollziehen, die Veränderungen und multiplen Identitäten mit Unsicherheit, Angst und Ressentiments begegnet? Ist es möglich, aus dem „geschützten Raum“ der Kunst hinaus zu treten und sich mit diesen Widerständen zu konfrontieren?

Im Neubau der GfZK wird eine Mischform aus Ausstellung und Bühne realisiert, die Einzelpräsentationen, Tanzaufführungen, Vorträge und Workshops fasst. Künstlerische Arbeiten werden für eine unterschiedliche Dauer und in sich verändernder Zusammensetzung präsentiert und durch begleitende Veranstaltungen zugänglich gemacht.

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