Appointments X

Appointments X (ein experimentelles Partizipations- und Ausstellungsformat)

Das Lokale als vorhandene Ressource – auch im Zuge der Pandemie – gewinnt im Zusammenhang institutioneller Praxis an Bedeutung. Das Lokale und der Dialog unterschiedlicher Akteure im und außerhalb des Kunstfeldes, sowie das Aufbauen von Beziehungen durch Kommunikation stehen auch im Zentrum des experimentellen Ausstellungsprojekts „Appointments X“.

„The audience is the best director“, sagte die Theaterregisseurin Joan Littlewood, die Anfang der 1960er Jahre zusammen mit dem Architekten Cedric Price in London am Projekt Fun Palace arbeitete, welcher nie realisiert werden konnte. Die Idee war revolutionär. Im Fun Palace sollte ein Ort entstehen, in dem Inszenierung, Selbsterfahrung und Erlebnis untrennbar miteinander verbunden sein würden. Littlewood war stark an einer Öffnung des konventionellen Theaters interessiert, in dem die Grenzen zwischen Darstellung und Betrachtung, zwischen Bühne und Realität aufgehoben werden sollten. Themen, die auch heute wieder überaus aktuell sind.

Wir bauen keinen „Fun Palace“! Als Referenz jedoch lehnt sich „Appointments X“ hier an. Hier wird der Ausstellungsraum zur temporären Bühne für Begegnungen. Die eingeladenen Künstler:innen, Regisseur:innen, Performer:innen interagieren mit dem Publikum. Sie veranstalten Workshops, sie bringen ihr Dorf in unser Haus, sie aktivieren Besucher:innen und nehmen uns mit hinaus – gedanklich, aber auch konkret. Sie sind zum Teil noch mitten im Prozess und mit offenem Ausgang laden sie uns ein, mit-zu-denken bzw. mit-zu-handeln.

Der Eintritt ist während der Ausstellungsdauer frei!

Kooperationen: u.a. Hochschule für Bildende Künste Dresden, OSTEN Theaterfestival Bitterfeld, Kulturbahnhof e.V. Markkleeberg, FAIL (Fine Arts Institut Leipzig), Hochschule für Musik und Theater Leipzig

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