In der Gruppenaustellung „It’s not about nothing – Episode 2“ zeigt Pınar Öğrenci ihren Film Kein Change und die Collage Big Day. Darin beschäftigt sie sich mit dem Archiv von Nuri Musluoğlu. Er kam 1965 als Sohn eines türkischen Arbeitsmigranten in die Stadt Heilbronn. Dort dokumentierte er in den 1980er Jahren mit Fotografien, Super-8-Filmen und Tonaufnahmen die Proteste der migrantischen Arbeiter*innen gegen niedrige Löhne und Rassismus. In ihrer Auseinandersetzung mit Musluoğlus Aufnahmen thematisiert sie auch die Kontinuität von rassistischerer Gewalt in Deutschland sowie ihre eigene Geschichte. Aufgrund ihres Engagements für Frieden wurde sie in der Türkei politisch verfolgt und kam nach Deutschland.
Pınar Öğrenci (1973, Van, Türkei) lebt in Berlin. In ihren Filmen und Installationen beschäftigt sie sich mit Themen wie Vertreibung, Migration und Widerstand aus einer dekolonialen und feministischen Perspektive. Ihre Arbeiten werden in internationalen Ausstellungen gezeigt, wie derzeit auf der Manifesta 16.
Im Gespräch mit Hanar Hupka, Co-Kuratorin der Ausstellung, stellt sie ihre Arbeiten vor.
