Kabinett. Aus der Sammlung

Viele Sammlungen enthalten Werke, die nicht ständig gezeigt werden können, z. B. aus Gründen des Platzmangels und aus konservatorischen Rücksichten. Zeichnungen, Fotografien, Blätter der verschiedensten grafischen Techniken, Objekte und Multiples sind oft licht- oder anderweitig empfindlich. Daher werden solche Werke oft in Kabinettsausstellungen in einem kürzer wechselnden Rhythmus präsentiert. Die GfZK hat jedoch kein spezielles grafisches Kabinett. Deshalb wird die Reihe ›Kabinett‹ einmal jährlich ausgewählte Arbeiten aus der Sammlung der GfZK vorstellen und eine vertiefte Auseinandersetzung mit ihnen ermöglichen, ohne sich auf Grafik zu beschränken. Der Ausstellungsraum wurde, „Wunderkammer“ und „Schulkabinett“ zugleich, in großen Gruppen, in thematischen und formalen Nachbarschaften inszeniert, die Anordnung der Werke rhythmisch komponiert: Gerahmte und ungerahmte, großformatige Arbeiten und kleinere, frei stehende Objekte und auf Sockeln platzierte, Vitrinen und Vitrinenobjekte, Motive des Schulischen, der Wunderkammer und des Museums, feine, grafische, zarte, graue, transparente, dominante Werke, solche mit merkwürdigen Materialien, Arbeiten, die an Geographie, Biologie, Sprachenlernen, Ethikunterricht erinnern.

Carlfriedrich Claus – TEXT ZUM SPRACHBLATT: Carlfriedrich Claus – Albert Wigand. In: Carlfriedrich Claus: Aurora, Janus Press Berlin. S. 145./ Allegorischer Essay für Albert Wigand. Ein kommunistisches Zukunftsproblem: Naturalisierung des Menschen, Humanisierung der Natur 1965/78

Vielen Dank für die Unterstützung an das Museum der bildenden Künste Leipzig für die Leihgaben der Blätter von Albert Wigand und an Uta Leichsenring, der Leiterin der Außenstelle Halle/S. des Bundesbeauftragten/BStU für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR.

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