Die Ausstellung Knoten der Zeit bringt Werke von drei Künstler*innen aus dem Kosovo, Bosnien und Herzegowina sowie der Ukraine/Schweiz zusammen. Sie setzen sich mit kulturellen Prägungen auseinander wie den Glaubensrichtungen, in die sie hineingeboren wurden, oder den Städten, in denen sie aufwuchsen. Momente aus der Vergangenheit verweben sie zu neuen fantasievollen Erzählungen, die um Themen wie queere Identität oder Familienbeziehungen kreisen. Dabei arbeiten sie künstlerisch mit vielfältigen Materialien und Medien wie Textilien, Installation und Performance. Die Ausstellung wird von Simon Kurti kuratiert. Er ist kuratorischer Stipendiat der GfZK – Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig und der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen (KdFS).
Künstler*innen der Ausstellung:
Kemil Bekteši ist ein kosovarischer Künstler. Anhand seiner persönlichen Geschichte, die von Grenzen und Migration geprägt ist, beschäftigt er sich mit Themen wie Identität, Geopolitik und kulturellem Gedächtnis. Seine künstlerische Praxis umfasst Installationen, Skulpturen und öffentliche Interventionen. Er studierte an der Akademie der Bildenden Künste in Sarajevo (BA) und der Faculdade de Belas Artes da Universidade do Porto (PT). Bekteši wurde mehrfach ausgezeichnet, darunter mit dem ZVONO Kunstpreis 2024 für junge bildende Künstler in Bosnien und Herzegowina. Er lebt und arbeitet in Sarajevo.
Rina Krasniqi ist eine kosovarische Künstlerin und Schriftstellerin. Ihre Zeichnungen wurden in Büchern, Zeitschriften, Ausstellungen und Festivals veröffentlicht. Sie leitet derzeit den Verlag Lirindja und ist künstlerische Redakteurin der Zeitschrift meDiell. Ihre erste Einzelausstellung Drawings war 2023 in der Galerie des Kulturministeriums in Pristina, Kosovo zu sehen. Sie war an mehreren Gruppenausstellungen beteiligt, darunter Only the Rain Saved Us (YIHR Kosova, 2023), Why Haven’t We Built a Dyson Sphere (2022) und Artists of Granfest – Graphic Novel Festival (2025). Sie lebt und arbeitet in Pristina.
Denys Shantar greift auf seine Erfahrungen als queerer ukrainischer Einwanderer zurück, der in einer ostorthodoxen Gemeinde in Zürich aufgewachsen ist. Er arbeitet mit Textilcollagen und Stickereien und verwendet recycelte Materialien, um persönliche Erzählungen zu schaffen. Darin verweist er auf die byzantinische und katholische Ikonografie sowie monumentale Werke der Sowjetzeit. Shantar studierte an der Zürcher Hochschule der Künste (CH) und absolvierte einen Master in Kostümdesign an der Königlichen Akademie der Schönen Künste Antwerpen (BE). Er stellte unter anderem im Z33 in Hasselt (BE), bei Zilberman (DE) oder im Helmhaus Zürich (CH) aus. Er lebt und arbeitet in Antwerpen.
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