Knoten der Zeit

„Die Empfindungen, Bilder und Allegorien in Träumen faszinieren: Als Knoten der Zeit verbinden Träume Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Sie bergen Hinweise und Warnungen, Inspiration und Entdeckungen, Antworten und Fragen an einen selbst und die Welt.“

Der Ausstellungstitel Knoten der Zeit geht auf ein Zitat aus dem Buch Dream Catalogue von Bjeshkë Guri und Lira Blakaj über die Traumdeutung im Kosovo zurück. Darin erkunden die Autorinnen, wie kulturelle Annahmen und Traditionen Menschen prägen und über Generationen hinweg verbinden.

Die Künstler*innen der Ausstellung setzen sich mit ihren eigenen kulturellen Prägungen auseinander wie den Glaubenssystemen, in die sie hineingeboren wurden, oder den Städten, in denen sie aufgewachsen sind. Momente aus der Vergangenheit verknüpfen sie zu neuen fantasievollen Erzählungen, etwa über queere Identität und familiäre Beziehungen. Sie romantisieren ihre Prägung nicht und lehnen sie auch nicht ab. Vielmehr entwickeln sie subjektive Perspektiven auf die Welt. Sie beschreiben Identität als etwas, das nicht endgültig, sondern ständig im Werden und gestaltbar ist. Dort, wo sich die „Knoten der Zeit“ ausmachen lassen, entwickeln sich neue vielschichtige und bisweilen spannungsreiche Formen der Zugehörigkeit.

Die Ausstellung wird im Rahmen des Dr. Klaus Schaffner-Preises realisiert und von Simon Kurti als Stipendiat der GfZK und der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen kuratiert.

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Ausstellung im Rahmen des Dr. Klaus Schaffner Preises. Gefördert durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen. Sie wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes. Unterstützt durch die Botschaft der Republik Kosovo.

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