10. f/stop – Festival für Fotografie Leipzig: Belinda Kazeem-Kamiński

Im Rahmen der Gruppenausstellung Flucht in die Öffentlichkeit des 10. f/stop – Festival für Fotografie Leipzig kuratiert von Magdalena Stöger und Leon Hösl ist in der GfZK eine Präsentation von Belinda Kazeem-Kamiński zu sehen. Die Autorin, Künstlerin und Wissenschaftlerin lebt in Wien. Auf der Basis Schwarzer feministischer Theorie hat sie eine Praxis entwickelt, in der sie sich insbesondere mit den Leerstellen in öffentlichen Archiven und Sammlungen befasst. In ihrem Werk verschränkt Kazeem-Kamiński das Dokumentarische mit dem Fiktionalen und setzt sich kritisch mit der kolonialen Vergangenheit und deren Fortwirken in der Gegenwart auseinander.

Während des 10. f/stop – Festival für Fotografie Leipzig und darüber hinaus noch bis zum 1. September 2024 ist eine mehrteilige Installation Kazeem-Kamińskis in der GfZK zu sehen. In deren Zentrum steht die von dem brasilianischen Autor und Dramatiker Augusto Boal inspirierte Videoarbeit O.T., K. T. C. I. (2022). Boal forderte die Teilnehmer*innen seines „Theater der Unterdrückten“ dazu auf, soziale und politische Zustände aktiv zu verändern. Sie sollten erkennen, auf welche Weise sie Unterdrückung verinnerlichen und wie sie den „Polizisten im Kopf“ überwinden können. In O.T., K. T. C. I. führt Kazeem-Kamiński die einzelnen Buchstaben des Satzes „Kill the Cop Inside“ in einer performativen Übung gestisch vor.

Weitere Ausstellungsorte: Galerie der Hochschule für Grafik und Buchkunst, Museum der bildenden Künste, Sächsischer Wartesaal im Leipziger Hauptbahnhof, leerstehendes Ladengeschäft des Timonhauses, D21 Kunstraum sowie mehrere Orte im öffentlichen Raum

Informationen zum Festival: 10. f/stop – Festival für Fotografie Leipzig

Tickets sind hier erhältlich.

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