Seminare „Ästhetische Forschung als Erkenntnismethode“ im Sommersemester 2020

Die Seminarkooperation im Sommersemester 2020 nimmt ihren Ausgangspunkt in der gemeinsamen Auseinandersetzung mit der Ausstellung Am Ende diese Arbeit. Aus aktuellem Anlass wird das Seminar erstmals online konzipiert und durchgeführt. Es ist ein gemeinsamer Versuch ein PROJEKTSEMINAR IM MUSEUM, welches vom gemeinsamen Austausch und unmittelbaren Wahrnehmungen lebt, mit hoffentlich für uns alle, Lehrende und Studierende, spannenden Inhalten und Kommunikationsformen zu gestalten.

Ausgehend von Anna Witts Arbeit „Das Radikale Empathiachat“, 2018 in Zusammenarbeit mit Leipziger Jugendlichen entstanden, werden wir mit den Seminarteilnehmer*innen im Prozess individuelle Fragen und Visionen zum Rahmenthema WIE WOLLEN WIR LEBEN? entwickeln. In ihrer künstlerischen Arbeit schafft Anna Witt Handlungsräume, in denen es möglich ist, Meinungen auszuformulieren und zugleich die eigenen Positionierungen zu hinterfragen. Gemeinsam mit einer Gruppe Leipziger Jugendlicher arbeitete Anna Witt am Manifest einer potenziellen Jugendbewegung. Auf der Suche nach einem bedeutungsvollen Leben befragten die Jugendlichen Abläufe des Alltags, die Aufteilung in Arbeitszeit und Freizeit, gesellschaftliche Strukturen und Erwartungen.

Im Seminar erfahren die Studierenden Möglichkeiten und Chancen der projektorientierten Methode der Ästhetischen Forschung sowie Reflexionsräume zum eigenen Lernen und Lehren. Von den theoretischen Grundlagen der Methode nach Helga Kämpf-Jansen ausgehend, treten sie in einen eigenen Forschungsprozess. Ausgangspunkt wird dabei, eingebettet in das übergreifende Rahmenthema zu aktuell gesellschaftlichen Transformationsprozessen, eine individuell entwickelte Fragestellung sein, die in Alltag, Wissenschaft und Kunst recherchiert und visualisiert wird. In Kooperation mit der GfZK eröffnen die Lehrveranstaltungen Erfahrungsräume in einer kulturellen Praxis.

Seit 2015 kooperiert die GfZK für Dich mit der Fakultät für Erziehungswissenschaften der Universität Leipzig, Fachbereich Grundschuldidaktik im Sachunterricht. Angehende Grundschullehrer*innen besuchen im Rahmen der Seminare die GfZK und setzen sich theoretisch und praktisch mit der Methode der Ästhetischen Forschung als Erkenntnismethode auseinander.

Weiterführende Beiträge

In Kooperation mit der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät der Universität Leipzig

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