Kunstpreis Europas Zukunft

Der Kunstpreis Europas Zukunft wird seit 2003 jährlich vergeben. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis wurde von Matthias Brühl in Zusammenarbeit mit der GfZK ins Leben gerufen. Fünf Fachleute werden um jeweils drei Vorschläge gebeten, die Entscheidung für den/die Preisträger_in trifft eine für drei Jahre berufene Jury. Der Preis ist mit einer Ausstellung in der GfZK verbunden.

2019 erhielt der Künstler Christian Nyampeta diese Auszeichnung. Nyampeta verbindet in seiner künstlerischen Praxis Kunst, Design und Philosophie, häufig unter Fragestellungen der postkolonialen Kritik. Seine Arbeiten sind Beiträge zu den zentralen Fragen: Wie lassen sich Wege des guten Zusammenlebens heute finden? Und worauf basieren unsere Wahrnehmungen voneinander? Anknüpfungspunkte hierfür findet er im Erforschen postkolonialer Lebenswelten, der Geschichte der Philosophie in Europa und im subsaharischen Afrika, sowie in der dekolonisierenden Aufarbeitung von Archiven und Museen. In seiner Neuproduktion How to Live Together, die für Herbst 2021 geplant ist, widmet sich Nyampeta (post)kolonialen Erzählungen und Fiktionen aus einer deutschen Perspektive heraus. Ausgangspunkt ist die intensive Recherche in Archiven, wie etwa dem Archiv der Afrikamissionare, Weisse Väter in Köln, der Spezialsammlung Afrika an der Goethe-Universität in Frankfurt sowie dem Archiv für Geografie des Leibniz-Instituts für Länderkunde in Leipzig. Ein Schwerpunkt des Materials ist der Nachlass Hans Meyers, einer der bekanntesten Forschungsreisenden Ruandas in der Kolonialzeit Deutschlands.

 

 

 

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