Vortrag: Seeing through – Raum und Zeit im Diorama

Lebensraumdioramen kamen im 20. Jahrhundet als Schauanordnungen weltweit in den Naturkundemuseen auf und faszinieren bis heute. Sie präsentieren hinter Glas taxidermierte Tiere in Szenenbildern, die das natürliche Leben in unterschiedlichsten Weltregionen täuschend echt nachahmen. Sie verschreiben sich einem naturwissenschaftlichen Realismus und veranschaulichen doch oft eine idyllische Natur, die es so nie gab. Aus medienphilosophischer Sicht sind dabei folgende Fragen interessant:
Wie verarbeiten Lebensraumdioramen Zeit und Raum? Was für ein Menschen- und Naturbild liegt ihnen zugrunde? Welches Wissen vermitteln sie? Und was passiert, wenn sich die bildende Kunst ihrer annimmt? Diese und weitere Fragen werden mit Bezug auf das Marsdiorama von Dominique Gonzalez-Foerster in dem Vortrag von Christiane Voss und Lorenz Engell diskutiert.

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