Eröffnung: When The Sun Is Low – The Shadows Are Long

Siarhej Leskiec, Whisper, 2012-2022, courtesy of the artist
Siarhej Leskiec, Whisper, 2012-2022, courtesy of the artist

„Der belarussische Philosoph Ihar Babkou nannte Belarus das „Königreich der Ruinen“ und bezog sich dabei einerseits auf die lange Geschichte des Verlassenwerdens und des Verwaistseins, und andererseits auf den außergewöhnlichen Reichtum dieses Ortes, der von den Medien oft als „schwarzes Loch Europas“ bezeichnet wird. „Ruinen“ markieren die Grenzverläufe der Rückführung aller Zivilisationen zur „Natur“. Die Schatten der Vergangenheit werden zu Vorboten unserer Versuche, die von Abwesenheit und Verfolgung heimgesuchten Zeiten zu interpretieren, darzustellen und anzunehmen. Je länger die Schatten, desto kleiner erscheint unsere Möglichkeit, die Wahrhaftigkeit der Dinge, die die Schatten werfen, zu ergründen.

Die Ausstellung When The Sun Is Low – The Shadows Are Long wirft einen Blick auf den historischen und zeitgenössischen Kontext belarussischer Kunst. Dabei enthüllt sie die komplexen Zusammenhänge einer wesentlichen, archaischen menschlichen Natur mit gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Aspekten sowie den zaghaften Drang, den Teufelskreis repressiver Regime und ihrer Systeme zu brechen.“

Anna Karpenko

Die Ausstellung wird zunächst in der Galeria Arsenal, Białystok (Polen) vom 01.04.-13.05.2022 zu sehen sein.

Ein Kooperationsprojekt der Galeria Arsenał in Białystok, des Goethe-Instituts Warschau und der Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig.

Mit freundlicher Unterstützung der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit und der Martin Roth-Initiative.

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