Eröffnung: anarchive

Die Ausstellung anarchive zeigt künstlerische Bearbeitungen zum Thema des Archivs.

In Archiven wird kategorisiert, eingeordnet, zugeschrieben und selektiert. Archive sind exklusiv.

Was eigentlich macht das Archiv zu einem so attraktiven Gegenstand in Kunst und Gesellschaftswissenschaft, wie es in den letzten Jahrzehnten zunehmend beobachtet werden kann? Das klassische Archiv eröffnet die zentrale Frage, wie Wissen über Kultur und Geschichte geordnet wird, wie Vergangenheit überliefert wird, was und wie überhaupt erzählt wird und welche Anstrengungen unternommen werden, um das Wissen zu bewahren und immer wieder neu festzuschreiben.

Die Künstler*innen der Ausstellung machen diese Vorgänge sichtbar, sie nehmen sie zum Ausgangspunkt, um die Konventionen archivierender Praxis zu befragen und sie entwickeln andere Ideen von Archiven. Dabei wird das Archiv als ein Ort begriffen, der alternative Erzählweisen über Geschichte und Gegenwart eröffnet. Das Archiv ist dann kein statisches Gebilde mehr, sondern wird dynamisch, zu einer offenen Struktur, die dazu einlädt, feste Ordnungen aufzubrechen, in dem ein Objekt immer auch in einen Zusammenhang mit anderen Objekten gestellt werden kann und eine eindeutige Zuordnung (anders als eben in einem klassischen Archiv) nicht erfolgt.

George Adéagbo, Rosa Barba, Andreas Grahl, Ricarda Roggan u.a.

Kuratiert von Vera Lauf und Julia Schäfer.

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