ABRIEB VON HEIMAT sucht das Gespräch mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen über drei künstlerische Zugänge:
haptisch – mit den Händen
visuell – mit den Augen
auditiv – mit den Ohren
In Teil 1 des Projektes „Vom Center bis zur Welle” lernten sich mehr als 40 junge Menschen im Alter von 13 bis 25 Jahren über den künstlerischen Prozess aus verschiedenen Perspektiven neu kennen. Heimat ist für fast alle mehr als ein Ort. Freunde. Familie. Verbindende Momente. Ein gemeinsames Essen. Ein Gefühl.
Audioschnitt: Thadeus Tasler
Das Gespräch fand zwischen Mai und Oktober 2025 in Leipzig Grünau von der Stuttgarter Allee bis zur Grünauer Welle statt. Zentraler Ort und auch Heimat für viele Menschen im Projekt ist der Offene Freizeittreff (OFT) Völkerfreundschaft. Der Dialog begann dort regelmäßig draußen vor der Völle. Direkt an der Schreibmaschine.
Wir schrieben: „Auf ein Wort, einen Satz… Was ist Heimat für dich?“
Wir fotografierten: Mit Einwegkameras werden Blicke auf Orte, auf Gegenstände und Situationen gelenkt.
Wir ertasteten: Mit Frottagen und Abformmassen erforschen wir die Gehwegplatten auf dem Nachhauseweg.
Wir sprachen: Audioaufnahmen fangen Geräusche und Antworten auf.
Mit dem Projektteam haben Jugendliche und junge Erwachsene gemeinsam nach einer Sichtbarkeit des Projektes in Grünau und über Grünau hinaus gesucht und sie gefunden: dauerhaft an der Fassade des OFT Völkerfreundschaft und temporär als Fensterfläche in der GfZK.
ABRIEB VON HEIMAT ist seriell als künstlerische Langzeitstudie gedacht. Das Projekt wird weiterhin in Leipzig Grünau an neuen Orten Menschen zum Gespräch einladen und darüber verbinden.
Text: Kathleen Kühn





