Fair Game Leipzig

Die Ausstellung Fair Game Leipzig ist eine Adaption einer von Kate Sutton kuratierten Präsentation der Arbeiten von Nathalie du Pasquier für das Internationale Grafik Zentrum in Ljubljana (MGLC) im November 2018. Drucke, Grafiken, Malereien und Wandmalereien der letzten 30 Jahre formieren sich zu einem durch die Räume des Altbaus choreografierten bewusst nicht chronologischen Parcours des umfangreichen Werks der INFORM-Preisträgerin 2018.

Seit den 1980er Jahren ist sie eine sehr erfolgreiche Künstlerin an der Schnittstelle Gestaltung und Bildender Kunst. Sie war Gründungsmitglied von Memphis, einem einflussreichen postmodernen Design- und Architekturkollektiv in Mailand. Während dieser Zeit entwarf sie grafische Oberflächenstrukturen für zahlreiche Textilien und Teppiche sowie Objekte und Möbel. Ihr Design ist von afrikanischen Textilmustern, den Wiener Werkstätten und dem britischen Arts and Crafts Movement beeinflusst. Die meisten ihrer Bilder schildern die Beziehung zwischen Formen, Objekten und Räumen. Raum und Werk bilden eine untrennbare Einheit. Verschiedene Objekt-Protagonisten tauchen immer wieder in unterschiedlichen Zusammenhängen ihrer Arbeiten auf. So ist die Reise durch ihre Arbeiten eine Reise durch die Welt ihrer Dinge. Das Spiel, auf das der doppeldeutige Titel verweist, bezieht sich auf mehrere Dinge zugleich: das Spiel mit den Dingen, das Spiel der Konstruktionen und Kompositionen in Bild und Raum, die Aufforderung an die Betrachter*innen usw.

Nathalie Du Pasquiers Arbeiten erfahren seit zwei bis drei Jahren ein Comeback. Immer noch setzt sie Standards und beeinflusst junge Gestalter*innen. Ihre Arbeiten sind zum ersten Mal in diesem Umfang in Deutschland zu sehen.

Nathalie du Pasquier wurde 1957 in Bordeaux (Frankreich) geboren. 1979 zog sie nach Mailand, wo sie bis heute lebt und arbeitet. Du Pasquier arbeitete zunächst als Designerin. 1987 verschob sich ihr Arbeitsschwerpunkt hin zur Malerei. Sie hat an vielen Ausstellungen teilgenommen, u.a. im Centre Culturel Francais, Neapel, 1991, Museo de Arte Contemporano, Bahia Blanca, Argentinien, 1995, Centre Culturel Francais, Mailand, 1998, Musée des Artes Décoratifs, Paris, 2004, Musée du Prieuré, Charolles, 2004, Institut Francais, Mailand, 2014, Kunsthalle Wien und Institut of Contemporary Art in Philadelphia, 2016/2017.

Der INFORM-Preis für konzeptuelles Gestalten wird seit 2007 jährlich vergeben und ist an der Schnittstelle von Grafikdesign und Kunst angesiedelt. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis wird von Dr. Arend Oetker gestiftet. Der Preis ist mit einer Ausstellung in der GfZK verbunden. Bisherige Preisträger*innen sind Laurent Benner, Julia Born, Rebecca Stephany, Zak Kyes, Urs Lehni, James Langdon, Slavs and Tatars, Experimental Jetset, Karl Nawrot und Anja Kaiser.

Zur Ausstellung erscheint ein Heft im Nieves Verlag Zürich.

Mit freundlicher Unterstützung von

Mit freundlicher Unterstützung des Institut Francais, Dr. Arend Oetker, Bureau des Arts Plastiques, Förderkreis der GfZK,

institut francais
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