Christian Nyampeta: How to Live Together

Im letzten Jahr erhielt Christian Nyampeta den Kunstpreis Europas Zukunft. Aus dieser ersten Kooperation entstand eine vertiefende Zusammenarbeit, aus der nun das Projekt „How to Live Together“ hervorgeht. Dieses Projekt stellt die künstlerische Praxis und Arbeitsweise Christian Nyampetas vor, die international eine zunehmend große Aufmerksamkeit erfährt, in Deutschland jedoch bislang weitgehend unbekannt ist. Nyampetas Arbeiten sind Beiträge zu den zentralen Fragen: Was prägt unser Denken und unsere Wahrnehmung voneinander? Wie lassen sich Wege des guten Zusammenlebens heute finden? Wie können wir zusammen arbeiten und voneinander lernen? Die Annäherung an diese Fragen beinhaltet das Erproben neuer und ungewöhnlicher Formen der Kollaboration, in denen Nyampeta Praktiker*innen und Theoretiker*innen aus verschiedenen Wissensfeldern (bildende Kunst, Musik, Architektur, Theater, Philosophie u. a.) zusammenbringt. Inhaltliche Anknüpfungspunkte hierfür findet er im Erforschen postkolonialer Lebenswelten, der Geschichte der Philosophie in Europa und im subsaharischen Afrika, sowie in einer dekolonisierenden Aufarbeitung von Archiven und Museen.

„How To Live Together“ ist interdisziplinär angelegt und beinhaltet eine Kooperation mit Forschungseinrichtungen und Kulturinstitutionen wie die Goethe-Universität in Frankfurt a. Main, dem Rautenstrauch-Joest-Museum in Köln und der School of Architecture and Built Environment Kigali.

Die Ausstellung in der GfZK Leipzig zeigt neben bestehenden Arbeiten eine ortsspezifische Neuproduktion, die als eine begehbare Filminstallation entwickelt wird. Dabei widmet sich Nyampeta erstmals (post)kolonialen Erzählungen und Fiktionen aus einer deutschen Perspektive heraus. Ausgangspunkt für die Entwicklung der Filmarbeit ist eine intensive Recherche zu Lehr- und Lernmaterial der deutschen Kolonialzeit in Archiven in Leipzig, Köln und Wuppertal. Die Ausstellung wird erweitert durch ein kollektiv gestaltetes öffentliches Veranstaltungsprogramm – eine Ècole du Soir, zu der Nyampeta Künstler*innen und Theoretiker*innen einlädt. Eine ortsspezifische Variation der Leipziger Installation wird zeitlich versetzt in der Galerie der School of Architecture and Built Environment in Kigali gezeigt. Am Rautenstrauch-Joest-Museum in Köln findet eine Filmveranstaltung statt. Das Symposium an der Goethe-Universität in Frankfurt a. Main widmet sich postkolonialen Perspektiven in der Philosophie.

Begleitend zum Projekt entsteht eine Publikation – der erste Katalog des Künstlers – die von Archive Books Berlin herausgegeben wird.

Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes und die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung.

Mit freundlicher Unterstützung von

der Kulturstiftung des Bundes und der Alfried Krupp Stiftung

logo alfred kruppKulturstiftung des Bundes

Lädt…